Dieses Gedicht war der 3. Teil meines Beitrags beim Liedertreffen 2017.

Dann gehts ma guad

I frog mi oft, wo ist da Sinn,
Dass i manchmol so komisch bin.
I hob an garnix mehr a Freid
Und vaplemper nur mei Zeit.
I schiab an ganzn Dog nua Frust
Und hob af gar nix mehr a Lust.
I schpui bloß am Compiuta rum
Und hob des Gfui, da werd i dumm.

Wenn i fia eich wos vorbereit,
Dann is da Mai nimma so weit.
Wenn i aa koane Liadln sing
Und trotzdem mei Gitarr mitbring,
Wenn i de Endophine gschhpia,
Weil i mei Wuat frech formulier,
Wenn i mei Wuat dann auße schrei
Is endlich Liedatreff im Mai.

Da Juni kimmt, i fall ins Loch,
Doch Lust an Anderm hob i noch.
Wenn i mein Wohnwang Gassi führ
Und dabei an Somma gspür.
Wenn i wos dua fia meine Wadl
Und entlang der Mangfall radl.
Wenn i les a spannends Buach,
Und fias Quartett no Buidln suach.
Mi fia de Sozis angaschier,
Und gega Rechte demonstrier.
Wenn i ins Bett zur Gitta ruck,
Fürs näxte Jahr Kalender druck,
Und Töchter sowie Enkl bsuach.
Dann kumm i duach den Winta duach.

So geht des Jahr guat vorbei
Und dann kimmt Liedertreff im Mai.
Wenn i dann af de Bühne geh
Und dann endlich vor eich steh,
Wenn i mi laut drüba beschwer,
Weil i vom Klerus oglong wer,
Und frog, wos soll dro christlich sei
Bei der christsozialen Hetzerei.
Wenn ihr dann applaudiert und lacht,
Da Edgar mia an Hall no macht,
Wenn i dann koa Tabu mehr kenn,
A Arschloch aa a Arschloch nenn,
Wenn i dann auße plärr mei Wuat,
Dann geht's ma guad, dann geht's ma guad.

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