Der amerikanische Präsident redet so gerne von der Achse des Bösen und von Schurkenstaaten. Dabei meint er Iran, Irak, Nord-Korea und früher auch noch Afghanistan. Dabei sind die Schurkenstaaten doch so nah:

Österreich, wo Haiders Hampelmänner und -frauen mitregieren dürfen, oder Italien, wo Berlusconi mit seinen Mannen in der Regierung sein Unwesen treibt.

Oder auch Monte Carlo, da verstecken sich mehr Wirtschaftskriminelle als im Irak. In der Schweiz geben sich doch die Schwarzgeldexporteure die Klinken in die Hand. Und glaubt ihr, die Schweiz würde zur Aufklärung dieser Schweinereien beitragen? Die verdienen am Schwarzgeld und halten sich ruhig, wir in Deutschland zahlen Quellensteuer und wenn einer sein Geld in die Schweiz bringt, muss er nicht mal seine Personalien angeben. Da reicht es, wenn sich einer Maxwell nennt. Das ist für mich ein Schurkenstaat. Ebenso Liechtenstein und Luxemburg.

Wenn wir es uns genau überlegen, die Schweiz und Liechtenstein sind doch keine EU-Mitglieder. Das ist sozusagen EU-Außengrenze. Ich würde die ganzen überflüssigen Zöllner rund um die Schweiz und Liechtenstein aufstellen. Und jeder, der rein oder raus will, braucht ein Visum und wird kontrolliert, wie damals an der innerdeutschen Grenze. Da möcht ich sehen, wie schnell die Schweiz klein beigeben würde, wenn niemand mehr so ohne Weiteres zum Skifahren die die Schweiz fahren könnte und wenn die Schweizer -wie damals die Berliner- in einer Insel wohnen würden.

Unser lieber Schumacher zahlt seine Steuern in der Schweiz. In der Schweiz ist es nämlich so, dass man seine Steuern mit dem Kanton, in den man wohnen will, aushandeln kann. Da unterbieten sich die Kantone, dass sie wenigstens ein paar von den Steuermillionen vom Schumacher bekommen. Und dann sagt der Schumacher, dass für seine Kinder die deutschen Schulen nicht gut genug wären. Ja, Schulen kosten einen Menge Geld, mit den Steuern von den deutschen Schurkenland-Bewohnern könnte man die Schulen schon auf Vordermann bringen. Wenn die alle in Deutschland Steuern zahlen würden, müsste der Finanzminister nicht so jammern.

Und trotzdem wird dem Schumacher zugejubelt. An jedem Formel-Eins-Wochenende wird in den Vorgärten die deutsche Fahne hochgezogen: schwarz-rot-gold, außen rot, in der Mitte ein gelbes Wappen mit einem schwarzen Pferd. Manchmal steht noch Ferrari drauf. Ja, de Ferrari-Fahne ist zur Deutschlandfahne mutiert, de Farben stimmen noch. Da sieht man unsere Ideale: Fahren, was die Kiste hergibt, Benzin spielt keine Rolle, das wird in dicken Schläuchen ins Auto gefüllt. Und damit das Benzin nicht ganz so teuer kommt, tankt man in den angrenzenden Schurkenstaaten.

Dafür muss man in Österreich eine Vignette, ein so genanntes Pickerl, kaufen. Man muss sich vorstellen, da zahlt einer, der nur durch Österreich durchfahren will, das Gleiche wie einer, der das ganze Jahr quer durchs Land fährt. Da muss man doch viel fahren, damit sich das Pickerl auch lohnt - und das nennt dann der Haider ökologisch.

Ich würde ja als Erstes die ganzen europäischen Kleinstaaten entschurken, von der Schweiz bis nach Monte Carlo. Da würde man die ganzen Schurken, die Steuerflüchtlinge, viel schneller finden als im Irak, weil es dort auch mehr gibt. Vor allem, Monte Carlo, das nimmt man im Handstreich, mit Schlauchboot und Feuerwehr. Wenn die EU eine Mauer um die Schweiz bauen würde, mit Visumzwang bei Ein- und Ausreise - was glaubt ihr, wie schnell die klein beigeben würden.

Und dann gäbe es in Deutschland wieder Leute, die ihre Steuern zahlen. Ein US-Bürger muss in den USA seine Steuern zahlen, ganz egal, wo er wohnt. Warum geht das nicht bei uns?

Aber die größten Schurken sitzen im kleinsten Staat, man kann es fast nicht glauben, es ist aber so, im Vatikan. Es ist ja bekannt, dass der Orden der Mutter Teresa Kinder ohne Zustimmung der Eltern zur Adoption nach Europa freigegeben hat. Ja, und der Papst spricht nun eine Kindsentführerin selig und die Kondome löchrig.

Der Papst behauptet nämlich, dass in den Kondome so kleine Löcher sind, dass die Aids-Viren durch kommen, er behauptet also, dass ein Kondom keinen Schutz vor Aids bietet. Jetzt wird in der 3. Welt wieder ohne Kondome gebumst. Das entspricht der Sexualmoral der katholischen Kirche, ja keine Empfängnisverhütung. Ich denke, aus Kirchensicht mag das ja sinnvoll sein, je mehr Kinder es gibt, um so mehr hat man zum Missionieren und je mehr man missioniert, um so eher kommt man in den Himmel, da spielt es sonst keine Rolle, wieviel Dreck man sonst noch am Stecken hat.

Sind wir uns doch bewusst, bei gleichem Wachstum ist die Tragfähigkeit der Erde in spätestens 30 Jahren erreicht. Ja, muss man sich da fragen, hat der Mann keinen Taschenrechner? Kann ihm nicht mal jemand bei einer Audienz einen schenken, einen mit ganz großen Tasten.

Andererseits denkt ja auch der Papst mit. Vielleicht rechnet er, dass die Kinder, die ohne Kondome mehr gezeugt werden, an Aids sterben, dass sich das irgendwie ausgleicht? Einen gewissen Zynismus hat die katholische Kirche schon immer an den Tag gelegt, auf den Kreuzzügen oder bei der Inquisition.

Jetzt könnte man vielleicht einwenden, dass der größte Schurkenstaat der Staat ist, der einen Präsidenten hat, der nur durch Wahlbetrug an die Macht gekommen ist.

Aber im globalen Vergleich könnte man ja die amerikanische Präsidentenwahl als relativ demokratisch bezeichnen, aber eben nur im Vergleich zu den Bananenrepubliken. Und weil die Bananenrepubliken in der Mehrheit sind, hält man die USA für eine Demokratie.

Man könnte tatsächlich auf die Idee kommen, dass sich die Amis deshalb überall auf der Erde um den Posten des Wahlbeobachters drängen, um von den Bananenrepubliken Erfahrung zu sammeln, wie bei Wahlen am besten beschissen und betrogen werden kann. Zur Zeit lernen sie im Nahen Osten des Erfoltern von Geständnissen und die rationellste Durchführung der Todesstrafe. Das war doch der Zweck von dieser Orient-Exkursion, oder?

Der Schröder hat sich ja bei dieser Orient-Exkursion herausgehalten. Zum Gluck würde ich sagen, sonst hätte es wahrscheinlich nicht in Madrid gekracht, sondern in Berlin.

Irgendwie fragt man sich aber schon, was die Amerikaner in Afghanistan und Irak verloren haben. Haben sie irgendwo andere Waffen gefunden als die, die sie ihnen selbst verkauft haben? Und dass man in einem islamischen Staat eine Demokratie schaffen könnte, das können sich die Amerikaner sofort abschminken. Wenn der Bush demokratische Wahlen durchführen will, sollte er eigentlich in Florida anfangen.

Andererseits fragt man sich schon, wen die Amerikaner wählen, wenn wirklich mal weniger Betrug im Spiel ist. Da wird ein Schauspieler zum Gouverneur gewählt, der absolut kein Konzept hat, und eigentlich nur wie ein Papagei sagt, dass er alles besser machen will. Angeblich soll ja der Schwarzenegger recht intelligent sein. Aber dann frag ich mich immer, warum der das so geheim hält.

Wenn ich äußere, dass der nächste Präsident der USA Schwarzenegger heißen könne, wird mir immer gesagt, das sei unmöglich, aber vor 2000 hat auch niemand geglaubt, dass ein krankhaft geltungsbedürftiger Alkoholiker, der in seinem Leben nur ein Buch gelesen hat, Präsident werden könne.

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