Wenn man eine Reise tut, kann man was erzählen.
Auch in Transvesting gibt es Leute, die Urlaubsreisen machen. Man reist mit TUI (Tunten und Invaliden) oder LTU (Lauter Tunten unterwegs), um danach Etliches erzählen zu können:

Ulmer Münster

Ich wollte schon immer mal das Ulmer Münster sehen, soll ja das höchste der Welt sein. Also sind wir nach Münster gefahren. Als ich nach dem Weg gefragt habe, haben mich die Einheimischen nur ausgelacht, solche Deppen.

Auf dem Weg nach Italien

Er: "Der Mond nimmt zu. Dann haben wir im Urlaub Vollmond."
Sie: "Glaubst du, dass die in Italien zur gleichen Zeit wie wir Vollmaond haben?"

An der Ruhr

Vom Ruhrgebiet hat man ganz falsche Vorstellungen. Wir sind oberhalb von Schwerte an der Ruhr entlang gefahren. Da gibt es keine Schwerindustrie, aber viel Landwirtschaft, hauptsächlich werden Pferde angebaut. Wahrscheinlich stellen die Fertig-Lasange her.

An der Drau

Jetzt hab ich das Auto bewußt in den Schatten eines Baumes gestellt und als ich zurück kam, Stand es wieder in der Sonne. Ja, wer rechnet denn damit, dass sich auch in Österreich die Sonne bewegt.

Altmühltal

Jetzt weiß ich wie das Altmühltal entstanden ist: Die Radler haben erst zuhause den Schmutz von ihren Rädern abgeputzt.

Luftmatratze

Jetzt muss ich die schöne Luftmatratze wegwerfen, weil sie kaputt ist. Ja, eigentlich ist sie gar nicht kaputt, zumindert nicht zum großen Teil. So gut wie 99,9 Prozent ist sie noch in Ordnung. Und nur wegen den 0,1 Prozent, in denen ein Loch ist, ist sie nicht mehr zu gebrauchen.

Bei der letzten Luftmatratze hab ich versucht, die defekten 0,1 Prozent herauszuschneiden und nur diesen Teil zu entsorgen. Aber in den restlichen 99,9% hat dann die Luft auch nicht mehr gehalten.

Am Inn

Das schönste am der Endorfer Therme ist das Strömungsbecken. Beim Radfahren am Inn hab ich festgestellt, dass mehr oder weniger jede Gemeinde so ein schönes Strömungsbecken hat, aber die macht man unverständlicher Weise der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Fahrradtouren

Wenn ich eine Fahrradtour mache, darf die auf keinen Fall länger als 80 km sein. Das ist auch ganz leicht zu erklären:
Bis zur ersten Pause kann ich 40 km fahren. Danach halbieren sich koninuierlich die Etappen. D.h. die nächste Etappe ist 20 km lang, dann geht es noch 10 km, als nächstes 5 km, und 2,5 km usw. Ich komme nie auf 80 km, auch wenn ich mein Haus schon sehen kann.

Auf dem Chiemsee

Zwei Schwimmerinnen Richtung See.
Eine zur Anderen: "Es gibt Stellen, da ist er See besonders warm."
Ein entgegenkommender Schwimmer:" Ja, das ist da, wo ich beim Hinausschimmen gepinkelt habe."

Irgendwo im Rest-Deutschland

Argument: "Ich mag die Bayern nicht, weil der Höneß so arrogant ist."

Gegenargument: "Das braucht der Bayer, der ist das so von der CSU und der katholischen Kirche gewohnt."

Mäcki

Jeder McDonalds schaut doch anders aus. Das ist es, was mich dabei interessiert, drum geh ich hinein. Einverstanden, das Essen ist auch gut, vor allem die Semmeln, aber eigentlich möchte ich nur schauen, wie er ausschaut, der McDonalds. Also, wenn ich irgendwo hinkomme, und da gibt es einen McDonalds in der Nähe, da muss ich hin, und wenn ich mir nur Pommes und eine Cola kaufe.

Inzwischen plane ich meine Reisen so, dass ich zu möglichst vielen neuen McDonalds komme. Ich hab zuhause eine Karte an der Wand und da kommt überall dort, wo ich in einem McDonalds war, eine Stecknadel rein. Mein Urlaub ist eigentlich nur noch ein McDonalds-Hopping. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schlimm es für mich ist, wenn ich mit einer Gruppe unterwegs bin, und ich muss an einem McDonalds vorbeifahren, besonders dann, wenn ich ihn noch nicht kenne. Ich wenn irggendwo das große M sehe, reagiere ich wie ein Pawlow'scher Hund, da läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen.

Alpen

Ich brauche die Berge nicht. Zumindest nicht im Sommer. Gut, im Winter da schon. Im Winter mag ich die Berge schon, zum Skifahren, aber im Sommer sind sie nur ein Verkehrshindernis auf dem Weg in den Süden. Mein Vorschlag wären ja so Teleskop-Berge, die man im Winter ausfahren und im Sommer platt machen kann. Aber so weit sind die Österreicher noch nicht. 8-er Skilifte haben sie erfunden, und Schneekanonen, aber mit ein- und ausfahrbaren Bergen sind sie überfordert.

Beim Skifahren

Sagt die Mutter vor der Skitour zum Sohn: "Nimm dir eine Sonnencreme mit."
Der Sohn: "Ich mag keine Sonnencreme, da klebt die Kleidung so am Körper."

Bei der Anreise

Der Mann erzählt: "Meine Frau und ich wechseln uns beim Fahren ab. Wenn ich mich 2 Stunden am Steuer erholt habe, kann ich mich eine Viertel Stunde auf dem Beifahrersitz verkrampfen."

In Volkach

Wie kommt es aber zum Namen Boxbeutelfest?

Es kann mitunter vorkommen, dass ein Lautsprecher einen Wackelkontakt hat. Und da hilft es manchmal, den Lautsprecher fest zu schütteln, also zu beuteln. Am Boxbeutelfest werden alle defekten Boxen einer Gemeinde zusammengetragen und die Boxen werden gebeutelt. Sieger ist der, dessen Boxen am schnellsten wieder funktionstüchtig sind. Der Sieger erhält als Preis eine Flasche Wein, den sogenannten Boxbeutel.

Eine andere Erklärungsmöglichkeit des Boxbeutelfestes ist, dass nicht Boxen gebeutelt, sondern Beutel geboxt werden. Dabei wird ein etwas festerer Beutel, meist aus Leder, mit Sand gefüllt und als Vorbereitung für einen Faustzweikampf bearbeitet, also geboxt. Sieger bei dieser Wettkampfart ist in der Regel derjenige, der in der Trainingsphase den Beutel am intensivsten geboxt hat.

In der Toscana

Wir fahren ja gerne im Urlaub mit dem Fahrrad. Damit es aber wirklich Spaß macht, müssen drei Bedingungen erfüllt sein: keine Berge, kein Schotter, keine Autos. Aber glaubst du, hier in der Toscana würde man schöne Radwege finden? Entweder zu bergig, oder, wenn es alspaltiert ist, zu viel Autos und wenn es keine Autos gibt, ist der der Weg nicht asphaltiert. Irgendwie haben wir dann doch noch einen Weg gefunden, wie er uns zusagt, absolut eben, schön geteert und absolut kein Verkehr, allerdings nur anderthalb Kilometer lang. Naja, wir sind dann dieses Stück 10 mal hin und zurück gefahren, macht auch 30 km. Allerdings haben wir beim 9. Mal festgestellt, dass es auf dem ganzen Weg kein einziges Wirtshaus gibt. Ja, da haben wir dann die Räder wieder aufs Auto montiert und sind zurück gefahren.

Am Bolsenasee

In der Früh war der See immer spiegelglatt. Und dann sind die ersten Schwimmer gekommen und haben Wellen gemacht. Ich sag euch, bis zum Nachmittag haben die ganzen Schwimmer so viel Wellen gemacht, dass man nicht mehr schwimmen konnte. Als ich das so richtig kapiert hab, hab ich zu meiner Alten gesagt, "Frau," hab ich gesagt, "heute gehen wir schon vorm Frühstück ins Wasser, und dann machen wir die Wellen." Also, normalerweise bin ich ja schon ein sozial eingestellter Mensch, wenn man aber mit eigenen Augen erlebt, wie rücksichtslos die Anderen sind, da wird man selbst auch ganz schön egoistisch.

Und dann sind auch noch die ganzen Segler und Surfer gekommen. Habt ihr schon mal gesehen, wie die die Segel herum reißen, wenn sie umkehren? Was glaubt ihr, was die für einen Wind machen, wenn da so an die hundert Segler auf dem Wasser sind? In der Früh wars immer noch ganz windstill, aber bis zum Abend ist der Wind durch die Segler immer stärker geworden. Und dann noch die Wellen von den Schwimmern, da sind wir nicht mehr ins Wasser gegangen.

In Orvieto

Als wir nach Orvieto gefahren sind, gings überall nach "Senso unico". Haben wir gesagt, das muss etwas Besonderes sein, wenn es überall ausgeschildert ist, das schauen wir uns an. Aber glaubst du, wir wären da nach Senso unico gekommen? Wir müssen schon ganz nah dran gewesen sein, aber dann haben wir es doch nicht gefunden. So haben wir aber die ganze Stadt gesehen. Wie hat schon der eine Philosoph gesagt: "Wer Weg ist das Ziel."

In Franken

Heuer waren wir in Volkach im Maintal. Da gibt es sehr viele Weinlokale. Wir sind da in eines davon gegangen und haben einen Lambrusco bestellt.
"Sowos gibts do bei uns ned" hat die Bedienung gesagt.
"Ja ist jetzt des a Weinlokal oder ned." hab ich ihr gesagt,
"Ja schon, aber net so eins."
"Ich trink aber immer Lambrusco, wenn ich in Urlaub bin."
"Aber nicht in Franken, wir haben nur Frankenwein."
"Ja, hams keinen fränkischen Lambrusco?"
"Gibt es nicht."
"Ich versteh nicht, wie es sich ein bekanntes Weinbaugebiet leisten kann, so einen guten Wein nicht anzubauen."
"Sie können einen Bacchus haben, der ist auch leicht lieblich."
"Im Urlaub trink ich immer an Lambrusco, oder hams an Frizzantino? Den daat i aa tringa, oder an Sangria, hat's auf Mallorca immer gegeben."
"So etwas führen wir nicht."
Ja, was ist denn des? Nennt sich Weinlokal und hat nicht einmal einen anständigen Wein. Da fahren wir nicht mehr hin.

In Italien

Wie ich im Supermarkt am Weinregal gestanden bin, war neben mir ein anderer Kunde, der hat sich alle Etikette genau durchgelesen.
"Das ist ein Kenner" hab ich mir gedacht.
Ich hab mich garnicht getraut, irgendeinen Wein zu nehmen, da outet man sich ja als Dilettant. Als ich kurz wegschaute, sah ich aus dem Augenwinkel, dass er sich schnell einen Lambrusco in den Einkaufswagen packte. Naja, da hatte ich auch keine Hemmungen mehr und nahm 3 Wein im Tetra-Pack.

Kloster Plankstetten

Aus dem Klosterplankstetten wollten wir uns einen Klosterlikör mit nach Hause nehmen. Die waren aber sauteuer. Wahrscheinlich ist da beim Preis gleich der Ablass mit dabei.

An der Adria

Kinder können einfach nicht richtig spielen. Wer hat im Urlaub schon einmal Kinder beim Sandburgen bauen zugesehen? Reiner Dilettantismus. Ich habe mich dann mit zwei anderen Männer zusammen getan, und dann haben wir eine Sandburg gebaut, die sich echt gewaschen hat, mit allem Drum und Dran. Die Frauen haben wir inzwischen mit den Kindern zum Tretboot fahren geschickt, weil es mit den Kindern nie etwas Richtiges geworden wäre. Als sie dann mit den Kindern zurück gekommen sind, wollten die Kinder sofort mit der Sandburg spielen. Spielen ist wohl nicht der richtige Ausdruck, kaputt hätten sie es natürlich gemacht, aber das haben wir schon zu verhindern gewusst.

Kärnten

Heuer konnten wir wieder nicht nach Kärnten in Urlaub fahren, weil da immer noch der Haider Landeshauptmann ist. Wer so eine fremdenfeindliche Politik macht wie die Freiheitlichen, der braucht auch nicht durch den Fremdenverkehr reich werden. Und es ist mir auch egal, ob ich zu der Sorte von Fremden gehöre, gegen die der Haider gar nichts hat. Vielleicht war ja der Brand im Tauerntunnel und die leeren Campingplätze in Kärnten die Strafe dafür, dass der Haider gewählt wurde. Nun befürchte ich aber, dass jetzt doch noch die zweite Röhre durch die Tauern gebaut wird, dann können die ganzen Ewig-Gestrigen vierspurig ins Jörgi-Land pilgern.

Salzburg

Der Urlaub heuer war ein richtiger Katastrophen-Urlaub. Als das Hochwasser war, waren wir zufällig an der Enns in Österreich. Wißt ihr, ich fahr nur noch nach Österreich oder Südtirol in Urlaub, da verstehe ich wenigsten die Sprache im Radio. Wenn sich die Einheimischen unterhalten, versteh ich sie auch nicht mehr, das klingt eher wie eine Kehlkopfkrankheit. Aber in Österreich muss ich nicht die komischen italienischen Semmeln essen, die stauben ja, wenn man sie aufschneidet. -

Ja, und als ich im Radio gehört habe, dass man durchs Ennstal nicht mehr durchkommt, weil die Straße überschwemmt ist, da hab ich mir gesagt, das schauen wir uns an. Ins Auto gesetzt und hingefahren.

Aber glaubst du, die hätten mich richtig hin gelassen, dass ich was sehe? Hab ich doch glatt über einen Feuerwehrschlauch fahren müssen, mit ein Keller ausgepumpt wurde. Ja, solche Deppen, das hat doch Zeit, da warte ich doch, bis die Schaulustigen das auch gesehen haben. Und als ich dann endlich an der Wasserfront gestanden bin, so dass ich was gesehen hätte, wollte genau da, wo ich war, ein Rettungswagen mit Blaulicht durch. Aufsässig, kann ich euch sagen, war der, nicht einmal ein Effenberg konnte ihn überzeugen.

Nichts mehr hab ich von der Flutkatastrophe gesehen. Der Wohnwagennachbar der hat mir dann erzählt, wie gut er im Fernseher alles von der Überschwemmung gesehen hat.

Also, einmal möchte ich zuschauen können, wie so eine Mure herunter kommt, wenn man den Wind spürt, der da mit weht. Also, von möglichst nah, das wäre ein Traum, einmal einer richtige Mure beim Herunterkommen zuschauen.

Solche Unwetter haben schon auch etwas für sich, nicht nur, dass auf einmal die Leute zusammen halten, nein, endlich lernen die Leute, wo was in den neuen Bundesländern ist. Bitterfeld war ja auch überschwemmt. Und so verseucht wie dort die Böden sind, ein Hochwasser, das den Dreck ausschwemmt, ist ja da ein richtiggehender Segen. Und sind wir mal ehrlich, die Katastrophen haben doch auch einen Unterhaltungswert. Was glaubt ihr, welchen Umsatz die Österreicher mit dem Katastrophentourismus machen.

Rheinland-Pfalz

Folglich waren wir heuer in der Pfalz. 8 Stunden muss man fahren, bis man aus den schwarzen Teil von Deutschland hinaus kommt.

Dann ist man endlich in einem roten Bundesland, und dann wird einem das Bier in Reagenzgläsern serviert. Ist euch das auch schon aufgefallen, dort wo die Bierkrüge größer sind und mehr getrunken wird, dort wird schwarz gewählt. Das heißt, die Wirkung des Alkohols auf die grauen Zellen hinterläßt auch bei den Wahlen ihre Spuren.

Frankreich

Heuer waren wir in Frankreich. - Aber, wenn man kein Französisch kann, in jedem Laden, in den man kommt, wollen sie Schuhe verkaufen. Wie sagen sie?: Poo Schua.

Und das Essen ist dort teuer. Einmal waren wir in einem Wirtshaus, da gab es Platduschua, also nicht Poo Schuh sondern Platduschua. Haben wir uns bestellt, war gar nicht schlecht, ein Steak mit Rotweinsoße. Da sagten wir uns, das essen wir öfters. Haben wir beim nächsten Mal wieder Platduschua bestellt. Das hat aber wirklich wie ein platter Schuh geschmeckt. Ich hab dann dem Ober zu erklären versucht, dass Platduschua ein Steak in Rotweinsoße ist, aber der wollte mich einfach nicht verstehen.

Und dann waren wir noch in Les Baux. Da gab es einen Autoguide, das ist eine feine Sache. Das war so ein kleiner Taschenrechner, da waren überall in der Burg Nummern, und wenn man in den Taschenrechner die gleiche Nummer eingegeben hat, hat er erzählt, was da zu sehen ist, und das auf Deutsch. Wir fuhren dann weiter nach Arles, da muss es auch einen Autoguide gegeben haben, nur hab ich in der ganzen Stadt die Ausgabestelle nicht gefunden. Und trotzdem, überall standen Leute herum und haben sich so Taschenrechner ans Ohr gehalten. Und die müssenn sogar eine Weiterentwicklung gehabt haben, da konnte man hinein sprechen und Fragen stellen. Ich hab dann sogar einen Deutschen gehört und den hab ich gefragt, wo er den Autoguide her hat. Ein richtiger Deutscher was es zwar nicht, eher ein Schwabe, aber das war mir in der Situation egal. Aber fragt er mich, doch tatsächlich, ob ich noch nie etwas von einem Handy gehört hätte.

"Ja, eben" hab ich den gefragt "Hän die koin Autoguide?"

Campingplätze

Interessant ist es, wenn man auf einem Campingplatz steht und den Neuankömmlingen zuschaut:
Ein Holländer, der ankommt, der packt erst mal sein Bier aus, ein Deutscher geht mit der Schüssel auf Satellitensuche, wenn es ein Preuße ist, steckt danach sein Revier ab, ein Österreicher geht erst einmal Kaffeetrinken und ein Italiener nimmt sein Handy und erzählt seiner ganzen Verwandtschaft, wo er gerade angekommen ist.

Südtirol 1

Wir waren heuer in Südtirol, am Kalterer See, der ist zur Zeit am Kippen. Wenn so ein See kippt, ist das ganz schlimm, vor allem für die Surfer, weil die Surfer kommen dann nicht mehr zurück, wenn der Wasserspiegel auf eine Seite hängt. Muss man am See einen Lift bauen, wie in den Bergen für die Skifahrer.

Mir kann es ja egal sein, wenn man an den Kalterer See nicht mehr fahren kann, fahr ich eben weiter nach Süden an den Gardasee, dort wird auch deutsch gesprochen, und wenn der kippt, dann fahren wir eben noch weiter und noch weiter, produzieren wir noch mehr CO2. Treiben wir den Treibhaus-Effekt noch etwas mehr voran, wahrscheinlich heißt der Treibhaus-Effekt deshalb Treibhauseffekt, weil man ihn vorantreibt.

Südtirol 2

Wenn nach einem Regen ein Tag lang die Sonne scheint, erwärmt sich die oberste 10 cm dicke des Kalterer Sees. Aber glaubt ihr, die Kinder würden es so lassen? Ständig müssen sie planschen und die Wasserschichten durcheinander bringen. Sie springen sogar in den See und drücken das warme Wasser nach unten. Hundert Mal hab ich es ihnen gesagt.- Ausgelacht haben sie mich. Kinder können weder richtige Sandburgen bauen, noch richtig baden.

England

Was mir heuer in England aufgefallen ist, waren unheimlich viele Frauen, vor Allem junge Frauen, die übermäßig dick waren. Das hat mich schon sehr überrascht, weil es am englischen Essen eigentlich nicht liegen kann.

Zugegeben, die englische Nationalspeise ist "Chips With Everything" und die Pommes Frittes sind sehr fett, aber wenn es immer nur Chips gibt, wird es doch so eintönig, dass man ihrer überdrüssig wird. Dem Engländer scheint das aber nichts auszumachen.

Traditionell gibt es zu den Chips den Fish. Beim ersten Englandbesuch wurden wir nach der Bestellung nach "Soniga" gefragt. Da wir aber nur Fish und Chips wollten, verneinten wir die Frage. Der Fisch und die Chips waren kaum zu unterscheiden, bis wir feststellten, dass das Weiche die Chips waren, beides schmeckte aber eher nach "Nothing". Ich stellte dann fest, dass andere Kunden Salz und irgendeine Flüssigkeit über das Ganze geschüttet bekamen und assoziierte das mit "Soniga". Beim nächsten Mal bejahte ich die Frage nach "Soniga" und bekam Essig und Salz (Salt and Vinegar) über die Fish and Chips.

Gemüse sollte man in England nicht essen, da kann man gleich die Blumen vom Tischschmuck probieren, weil es nach gar nichts schmeckt, höchstens man hat Glück und es ist angebrannt, aber das passiert nur selten, weil das Gemüse in Wasser gekocht wird. Inzwischen verstehe ich sogar, warum die Minz-Soße in England so beliebt ist, sie ist das Einzige, was überhaupt nach irgend etwas schmeckt.

Man kann in England aber auch gut essen, das ist mir zweimal passiert, das eine Lokal hieß Dragon, das andere Maharadscha.

Das Englische Essen kann man irgendwie umgehen, aber zum englischen Soft-Brot gibt es keine Alternative. Nach drei Wochen konnte ich es nicht mehr sehen, geschweige essen. Ich habe es nicht mal gemerkt, wenn ich die Serviette mit aß.

Der Gipfel der englischen Folterkunst ist das Sandwich, für dessen Erfindung ein gewisser Lord of Sandwich nicht bestraft wurde. Es besteht aus zwei Lagen ungetoasteten Weißbrot wahlweise einer Scheibe Schinken oder Käse und einem ungesalzenen Salatblatt. Das Ganze wird diagonal durchgeschnitten und in einer Plastikschachtel serviert. Auf Verlangen wird das Brot noch mit einer undefinierbaren Soße beschmiert, aber darauf sollte man verzichten, weil man damit das Brot nicht mehr an die Vögel verfüttern kann.

Und das engliche Bier: abgestandenes Abspülwasser, weder Schaum noch Geschmack. Als ich gleich Abspülwasser verlangt hab, hat man mich nicht verstanden. Als ich auf das Spülbecken gezeigt hab, hat der Wirt gemeint, ich möchte mich beschweren, weil das Glas nicht sauber sei. Meistens gab es sogar deutsches Bier. Aber bevor ich Warsteiner trinke, trinke ich lieber das englische Abspülwasser.

Alkohol ist in England allgemein so teuer, dass man ohnehin dazu gezwungen wird, im Getränke-Zölibat zu leben und somit zum Flüssigkeitsvegetarier zu werden. Vielleicht machen die Engländer den Alkohol deshalb so teuer, damit Ausländer nicht auf die Idee kommen, das ungenießbare Bier zu trinken.

Südsee

Ich hab da von einem Inselvolk in der Südsee gehört, wie dort die Probleme mit den Alten gelöst werden: Dort werden einmal im Jahr die Alten auf die Palmen gejagt und dann werden die Palmen fest geschüttelt, wer sich halten kann, ist wert, dass er noch ein weiteres Jahr leben darf, wer herunter fällt überlebt es meistens ohnehin nicht. Wißt ihr, warum das bei uns nicht funktioniert? Nein, nicht weil wir so human sind, nein, weil sich eine deutsche Eiche nicht schütteln läßt.

Vielleicht hat man damals wirklich einen Fehler gemacht, als man den CSU-Generalsekretär Wiesheu verurteilt hat, als er im Vollrausch einen Rentner tot gefahren hat. Der getraut sich nicht mehr, einen Rentner tot zu fahren, und deshalb hat die SPD das Riesenloch in der Rentenkasse.

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